Wozu Links gut sind

Ein Link (englisch) heißt auf deutsch Kettenglied, Bindeglied. Wer die Links erfunden hat, hat mal was Gutes getan, das sich, wie alles Gute, auch mißbrauchen läßt. Links bieten die Möglichkeit, von einem Punkt (Wort oder einer Grafik) eines Dokument aus einen anderen Punkt im gleichen oder einem anderen Dokument anzuwählen. Der Browser tut dann das Gewünschte, er verläßt die bisherige Stelle/das Dokument, wählt das Ziel des Links und zeigt es an.
Links haben einen großen Vorteil, sie ermöglichen, wenn denn die Ziele präzise beschrieben sind, die schnelle Suche (im Internetjargon „Navigation“), sie haben einen großen Nachteil, es fehlt der eingebaute Rückweg. Die Nutzung  vieler eingebauter Links führt zum wüsten Umherhopsen (neudeutsch „surfen“) und dazu, daß selten eine Seite bis zum Ende gelesen wird. Als Seitenautor, der etwas zu sagen hat, seien Sie vorsichtig:
Einem Kind, das wegen der lieben Gesundheit seinen Spinat aufessen soll bietet man zwischendurch kein Eis an 😉

Links anlegen

Ein Link wird mit <a>…</a> markiert. Das „a“ soll an „anchor“ (Anker) erinnern. Was von <a>…</a> eingeschlossen wird, bildet entweder den Ausgangspunkt eines Links, dann muß mit href=“zieladresse“ dazu das Ziel angegeben werden, oder das Ziel möglicher Links, in diesem Fall muß innerhalb der Klammer name=“textmarkenkennung“ erscheinen. Textmarken als Sprungziele werden später im Browser nicht angezeigt.
Der Link, der vom Dokumentenort wegführt, kann im Dokument durch hervorgehobenen Text, eine Grafik oder Teile einer sensitiven Grafik angezeigt werden.
Dazu folgt auf die einleitende Angabe <a href=“zieladresse“> entweder direkt der anzuzeigende Text (ohne Anführungsstriche) oder die Angabe zur Herkunft der Grafik: <img src=“pfad/grafikname“ height=40 width=105>.

Anzeige von Links

Die üblichen Browser heben Links farblich und durch Unterstreichung hervor. Bei Überstreichen mit dem Mauszeiger verändert sich dieser, oft werden dabei auch die Farben verändert.

  • Fall 1: Die Webseite enthält keine besondere Angabe zu den Links. Der Seitenautor bekommt dies beim Test nicht mit, denn für die farbliche Gestaltung der Links gibt es bei HTML Default-Werte, die sich vom User einstellen lassen. Wer seine Seiten farblich gewagt gestaltet, läuft dann Gefahr, daß seine Links beim Nutzer im schlimmsten Falle unsichtbar werden.
  • Fall 2: Man legt die Linkfarben fest. Im body-Tag wird dazu mit link=“farbname“ der Link eingefärbt, vlink=“farbname“ gibt die Farbe eines bereits benutzten Links an, alink=“farbname“ kennzeichnet einen Link, der mit gedrückter Maustaste angewählt ist. Auf die Unterstreichung hat man keinen Einfluß. Diese Festlegungen sind in HTML 4 eigentlich nicht mehr erwünscht und funktionieren nicht sicher. Erst mit CSS erhält man die Möglichkeit, als Seitenautor durchgreifenden Einfluß auf die Darstellung der Links zu nehmen.

Links als Navigationshilfe

Man kann Links zur Navigationshilfe innerhalb eines Dokuments heranziehen. Dazu muß man zunächst die Zielpositionen im Text mit <a name=“textmarke“>…</a> festlegen. Die Textmarkenkennung kann frei gewählt werden, darf aber innerhalb eines Dokuments nur einmal vorkommen. Diese Stellen werden dann innerhalb eines Dokuments mit <a href=“#textmarke“>…</a>, in anderen Dokumenten mit <a href=“dateiname#textmarke“>…</a> angesprungen.
Ein paar Worte zu Links innerhalb eines Dokuments sind vielleicht nötig. Der Leser/Nutzer ist zickig. Er darf nie das Gefühl bekommen, im Dokument gefangen zu sein und zum Lesen von Dingen genötigt zu werden, die er nicht wissen will, weil er dann sauer reagiert. Man muß ihm Inhalte und die möglichen (Aus-)Wege auf freundliche Art präsentieren. Das gelingt am besten mit internen Links.

Externe Links

Wenn ein Link eine andere Seite der eigenen Präsentation starten soll  so gibt man mit <a href=“pfad/dateiname“>…</a> das Ziel an. Wenn, was ratsam ist, beide zu verlinkenden Dateien im gleiche Verzeichnis gespeichert wurden, entfällt der Pfad. Also würde man beispielsweise <a href=“index.php“>…</a>schreiben, wenn man diesen Kurs wieder von vorn beginnen will. Wenn es um eine andere Adresse im Internet geht, wie z.B die Stiftung Warentest muß natürlich die URL (Uniform Resource Locator) angegeben werden. Beispiel: <a href=“http://www.test.de/“></a>.

Das Tag <link>

Das Tag <link> dient der Verknüpfung von Dokumenten. Mit dem Attribut „rel“ (für Relation) wird die Art des Beziehung zwischen Mutterdokument und verknüpfter Datei festgelegt. Mögliche Bezeichner gibt es viele, wie „home“ (Startseite der Web-Site), „toc“ (Seite mit dem Inhaltsverzeichnis „Table of Content), „index“ (Stichwortverzeichnis). Allerdings geschieht mit ihnen (bisher) nichts.Weitere Attribute wie „rev“, „type“, „target“, „value“ sollen auch Verknüpfungen mit Formularelementen und Rückmeldungen zulassen. Wirklich genutzt wird <link>, um bei Öffnung einer Web-Seite CSS-Dateien automatisch (und unbemerkt) zu laden. Der Aufruf lautet in diesem Fall:<link rel=“stylesheet“ href=“stylename.css“>. Dieser Aufruf müßte im <head>-Teil des Dokuments erfolgen. Bei href ist erforderlichenfalls die komplette URL der zu ladenden Datei einzusetzen.

Zeichensatz laden

Um einen Zeichensatz zu laden, der für die gewünschte Darstellung einer Seite nötig ist: Zeichensätze werden in einem Format der Truedoc-Technologie verschickt. Der Aufruf würde lauten: <link rel=“fontdef“ href=“meineschrift.pfr“>.