Links in Protokollen

Das führende „http:“ in normalen Internetadressen ist nicht Adressbestandteil, sondern kennzeichnet das Protokoll (die Art des Zugriffs). An dieser Stelle könnten auch erscheinen „mailto:„, „ftp:„, „news:„, „gopher:“ oder „telnet:„.

E-Mail

Eine Besonderheit gibt es bei E-Mail-Adressen. Mit dem Eintrag <a href=“mailto:mailadresse“ … > erreicht man, daß der Browser beim Anklicken dieses Links sogleich den bei ihnen angemeldeten E-Mail-Editor öffnet und das sofortige Schreiben und ggf. Absenden ermöglichen. Auch diese Links können mit Grafik oder beliebigem Text angezeigt werden.

E-Mail mit Textvorgabe

Man kann den Text der Betreffzeile schon vorgeben. Das geschieht ganz einfach, indem man ihn mit subject=“betrefftext“ einfügt. Als Trennzeichen zur vorher anzugebenden E-Mail-Adresse dient ein „?“.
Beispiel:<a href=“mailto:test@syntax.at?subject=Rueckmeldung HTML-Kurs, Link-Seite“>.
Alternativ oder zusätzlich kann man den eigentlichen Textbereich komplett oder zur Ergänzung durch den Nutzer teilweise vorgeben. Diesmal wäre innerhalb des öffnenden <a>-Tags zu ergänzen: body=Dies ist mein vorgegebener Text … Auch dieser Eintrag wird, wenn er der erste ist, mit einem Fragezeichen an die Adresse angehängt. Wenn er dem subject-Eintrag folgt, wird er von diesem durch „&“ getrennt.

E-Mail-Kopien verschicken

Es ist möglich, Kopien des E-Mails zu verschicken. Dazu dienen die Kennungen „cc=empfaenger2@syntax.at“ oder „bcc=empfaenger2@syntax.at“, die wie die oben beschriebenen einfach an den „mailto:…“-Aufruf angehängt werden. Dabei werden mit „cc=…“ angegebenen Adressen, ggf. auch mehrere, die durch Komma getrennt angegeben werden können ebenso wie mit „bcc=…“ angegebene im E-Mail-Editor angezeigt. Kluge Leute sagen, die E-Mails würden offen bzw. verdeckt versendet, was immer das heißen mag.

FTP

FTP, das „File Transfer Protocol“ dient der Übertragung von Files, also allalso Download bzw. Upload von Dateien aller Art. Ein ftp-Link wird gesetzt, wenn auf den ftp-Bereich eines Rechners zugegriffen werden soll. Die Syntax ist ebenso einfach wie logisch. Diesmal heißt es: <a href=“ftp://ftp.serverpfad“.</a>. Klickt man einen solchen Link mit der Maus, dann wird nach Zugang die Dateistruktur des Zielrechners zugänglich. Bei den meisten Servern wird zunächst die Zugangsberechtigung erfragt. Es gibt aber auch anonymes FTP. Hier gilt als User-ID „anonymous“, als Paßwort die E-Mail-Adresse. Die Browser zeigen die Dateilisten auf den FTP-Servern als anklickbare Verweise an. Je nach Dateityp können Sie Dateien dann downloaden oder direkt im Browser-Fenster anzeigen.

Gopher

Ein Protokoll, das Dateien nach inhaltlichen Gesichtspunkten geordnet anbietet. Gopher läuft auf besonderen Servern. Aufrufe erfolgen prinzipiell wie bei http:, allerdings erfordern Gopher-Server oft die Angabe einer Portadresse. Standard ist 70. Gopher gilt als Vorläufer des World Wide Web. Der Name kommt von „go for“ und drückt damit aus, was der wichtigste Zweck dieses Dienstes ist, große Informationsbestände in übersichtlicher Form anzubieten. Allerdings ist das Netz aus der Mode, von den vielen angebotenen Links funktionieren nur noch wenige.